...you had every right to walk away without turning around
and the days go by so slowly but the years keep sneaking around
every chance I had to say I'm sorry well I just choked it down
never really had the guts to tell you baby, I still want you around...
Sarah Blackwood - Drowning.
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Du läuft die Straße entlang. Deine Augen sind voller Tränen. Du erkennst gerade so noch die Umrisse von deiner Umwelt. Du musst aufpassen. Aufpassen, dass du nicht gegen irgendetwas läufst. Aufpassen, dass du nicht hin fällst. Du hoffst, dass dir niemand entgegenkommt. Dass niemand dich sieht. So, wie du momentan aussiehst. Aber andererseits schaut dich eh nur jeder doof an. Es interessiert doch niemanden was los ist.
Wahrscheinlich denken die Leute, dass so ein junges Mädchen nur Liebeskummer hat. Klar. Das ist ja das Hauptproblem bei pubertierenden Mädchen. Jeder meint, dass sie es nur dramatisieren. Dass es gar nicht so schlimm sein kann. Doch niemand kommt auf die Idee, dass es auch andere Gründe geben kann. Durchaus größere Probleme.
Deine Eltern machen sich Sorgen um dich. Ernsthaft. Nur irgendwie bekommst du das nie recht zu spüren.
Du merkst, wenn sie gestresst sind. Du merkst, wenn sie fröhlich sind. Du merkst jegliche Gefühlsregungen von ihnen. Aber die wichtigsten scheinen unsichtbar.
Langsam aber sicher kommst du dir wirklich überflüssig vor. Daheim. In der Schule. Überall.
Wirklich überall.
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